Was ist unendlich, grün und spart Geld? – Regenerative Energien auf dem Vormarsch.

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By : moovin |November 08, 2017 |Blog |0 Comment

Regenerative Energien sind die Zukunft. So scheint es zumindest Deutschland zu sehen, denn erst kürzlich wurde der Ökostrom-Rekord geknackt. Für den Oktober 2017 melden die deutschen Übertragungsnetzbetreiber und die Strombörse EEX ein Allzeithoch der deutschen Ökostrom-Produktion. Rund 44,1 Prozent der gesamten Stromerzeugung stammen demnach aus Solar-, Wind-, Wasser- und Biomassekraftwerken. Woher dieser Anstieg kommt, warum regenerative Energie auch für Wohngebäude immer wichtiger wird und welche Erkenntnisse aus dieser Entwicklung gezogen werden können, wird im Laufe dieses Beitrags erläutert.

Was sind regenerative Energien?

Als regenerative oder auch erneuerbare Energien werden grundsätzlich alle Energieträger bezeichnet, die sich unabhängig von menschlichen Eingriffen erneuern und dadurch quasi unbeschränkt zur Verfügung stehen. Konkret sind damit Energiequellen wie die Sonne, der Wind und das Meer bzw. die Gezeiten gemeint. Rein theoretisch könnte durch das weltweite Biomasse-Potential die neunfache Menge des jährlichen Weltprimärenergieverbrauches gedeckt werden. Die auf unseren Planeten eingestrahlte Sonnenenergie entspricht gar dem Zehntausendfachen des derzeitigen menschlichen Energiebedarfs. Dass sich hier enorme Chancen zur Versorgung in sämtlichen Bereichen ergeben, dürfte für jeden ersichtlich sein.

In der Praxis sind wir allerdings noch weit davon entfernt, dieses Potential auch nur ansatzweise ausschöpfen zu können. Technologische, ökologische und finanzielle Anforderungen lassen sich nicht von heute auf morgen Umsetzen. Nichts desto trotz wird sich weltweit um den Ausbau erneuerbarer Energien bemüht. So könnten laut dem IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) im Jahre 2050 – unter optimistischen Annahmen – bis zu 77 Prozent des weltweiten Energieverbrauches durch regenerative Energien geliefert werden. Voraussetzung hierfür ist natürlich der kontinuierliche Ausbau von Photovoltaikanlagen und Gezeiten- sowie Windkraftwerken.

Strom top, Wärme Flop – ist Deutschland auf dem grünen Pfad?

Der jüngste Energie-Erfolg, in Form des Rekordmonats für Ökostrom, lässt leider nicht direkt auf ein deutschlandweites Umdenken schließen. Tatsächlich hat die Natur den Produzenten mit den Herbststürmen „Xavier“ und „Herbert“ einmal mehr unter die Arme gegriffen. Diese sorgten nämlich nicht nur in der Presse für ordentlichen Wind und Chaos auf den Straßen, sondern forderten auch die Windkraftanlagen zu Höchstleistungen heraus. Des Weiteren sorgten überdurchschnittlich viele Sonnenstunden für eine erhöhte Produktion von Solarenergie. Ob wir durch den Klimawandel in Zukunft des Öfteren mit solchen Naturereignissen rechnen können, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Dennoch ist die allgemeine Entwicklung in Deutschland nicht ausschließlich der Natur oder gar dem Zufall geschuldet. Im Durchschnitt lieferten die deutschen Ökostromanlagen in diesem Jahr bisher über 38 Prozent der nationalen Stromerzeugung – das ist Rekordkurs.

Weniger erfreulich sieht es für den Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch in Deutschland aus. Laut EU Richtlinie soll der Anteil bis 2020 bei 18 Prozent liegen. Doch gehen wir von den aktuellen Gegebenheiten aus, erreichen wir bis zu diesem Zeitpunkt gerade mal 16 Prozent. Diese Diskrepanz lässt sich dadurch erklären, dass in die Bemessung nicht nur der Stromverbrauch einfließt. Auch Wärme- und Spritverbrauch im Straßenverkehr zählen hier zu den entscheidenden Kriterien. Schaut man sich die repräsentative Umfrage zum Thema Energiewende von TNS Emnid an, so wird hier eine Widersprüchlichkeit deutlich. Laut der Studie halten 93 Prozent der Deutschen die verstärkte Nutzung und den Ausbau von erneuerbaren Energien für „sehr wichtig“. Diese Einstellung der Bevölkerung spiegelt sich jedoch nicht in den tatsächlichen Zahlen wider. 

Wie relevant sind regenerative Energien für Wohngebäude?

Abgesehen davon, was auf dem politischen Parkett von statten geht, gibt es für Eigentümer von Wohngebäuden gute Gründe frühzeitig über die Einsatzmöglichkeiten von regenerativen Energien nachzudenken, bzw. die Wohnobjekte mit der entsprechenden Technologie auszustatten. Zum einen wird natürlich die Umwelt entlastet, zum anderen können aber auch langfristig Kosten eingespart werden. Denn bereits heute gibt es verschiedene Techniken, die sich erneuerbarer Energien bedienen und dadurch enorme Stromeinsparungen bewerkstelligen. Auch die Reduzierung von Heizkosten im Zuge von Modernisierungen wird häufig unterschätzt. 

Legt man die derzeitige Entwicklung der Gesetzgebung zugrunde, lässt sich in der näheren Zukunft mit einer Verschärfung der gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Energieeffizienz rechnen. Energieausweise müssen schon heute beim Verkauf oder der Vermietung von Objekten vorgelegt werden. Egal ob Bedarfsausweis oder Verbrauchsausweis, sobald in dem Energiepass des Objektes eine Energieeffizienzklasse „G“ oder schlechter attestiert wird, kann sich die Vermittlung äußerst schwierig gestalten. Hinzu kommt, dass immer mehr Daten zum energetischen Zustand von Gebäuden an Interessenten kommuniziert werden müssen. Andersherum gedacht, kann sich eine gute oder sehr gute Beurteilung im Energieausweis als weiteres Verkaufsargument positiv auf den Kauf- oder Mietpreis auswirken.

Modernisieren geht über Probieren – Investitionen lohnen sich.

Eine Investition in Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz mag sich kostenintensiv gestalten, ist aber auf lange Sicht lohnenswert. Solche Maßnahmen könnten beispielsweise die Modernisierung von Dach, Fassade oder Fenstern darstellen. Auch wenn sich die Amortisationszeit entsprechender Ausbesserungen auf mehrere Jahre beläuft, sollte man nach Möglichkeit präventiv handeln, um später keine Nachteile bei der Vermietung oder dem Verkauf zu haben. Kümmert man sich zu spät (oder gar nicht) um eine effiziente Gestaltung des Energieverbrauches, wird man nach und nach von der Energiewende abgehängt.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass ein Großteil der deutschen Bevölkerung viel Wert auf die Energieeffizienz legt. Die Klassifizierung im Energieausweis dürfte dadurch künftig von hoher Relevanz in Bezug auf den Hauskauf oder die Vermietung sein. Im Idealfall sollte man sich demnach zum einen um eine gute Energieeffizienz kümmern und zum anderen regenerative Energien nutzen wo immer es möglich ist.

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